Partnergemeinden
Geschichte und Gegenwart

Auf der Grundlage des Vertrages zwischen dem Landkreis Wagrowiec und dem Landkreis Lüneburg vom 24.07.1999 wurde ein Vertrag über die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen der polnischen Stadt Wongrowitz (Wagrowiec) und der Gemeinde Adendorf geschlossen. Die Partnerschaftsurkunden wurden am 05.Mai 2001 in Wongrowitz und Pfingsten 2001 in Adendorf von Bürgermeister Stanislaw Wilczynski und Grazyna Pijanowska, Vorsitzende des Stadtrates, von polnischer Seite und von Bürgermeister Rainer Stoephasius und dem stellvertretenden Gemeindedirektor Joachim Pritzlaff von Adendorfer Seite unterzeichnet.

Die Partner gehen davon aus, dass sie mit der Partnerschaft einen wichtigen Beitrag leisten zur Zusammenarbeit im vereinten Europa. Sie werden eine enge, vertraute und freundschaftliche Zusammenarbeit anstreben, die folgende Bereiche beinhaltet:

          - Kultureller u. wissenschaftlicher Austausch
          - Förderung des Handwerks u. der Betriebe
          - Organisation von sportlichen, touristischen u. kulturellen Veranstaltungen
          - Austausch der Jugendgruppen, Vereine und Verbände
          - Zusammenarbeit der Schulen, - berufliche Aus- und Weiterbildung
          - Individuelle Kontakte der Bürgerinnen u. Bürger

Im Rahmen dieser Partnerschaft gibt es zahlreiche Begegnungen im Laufe eines Jahres in allen genannten Bereichen.

Die Stadt Wongrowitz mit ca. 25.000 Einwohnern liegt im nordöstlichen Teil von Grosspolen, ca 50 KM nördlich von Poznan, fast in der Mitte von Berlin nach Warschau. Nördlich und südlich der Stadt erstrecken sich wunderschöne hügelige Landschaften, eingebettet liegen rund um die Stadt die für dieses Gebiet charakteristischen Seen, die durch reizvolle Flüsse miteinander verbunden sind.

Die Stadt verdankt ihre Gründung den Ziesterziensern, als Gründungsdatum gilt der 22.12.1381. Seit dem 01.01.1999 ist Wongrowitz wieder Kreisstadt, wie schon einmal nach dem 1. Weltkrieg 1918 – 1975. und gehört seitdem zu der Woivodschaft Grosspolen mit der Hauptstadt Poznan. Wie in Adendorf gibt es auch in Wongrowitz ein umfangreiches Sport- und Freizeitzentrum, dazu zählen auch die durch die herrlichen Seen ermöglichten Wassersportarten wie segeln und rudern.

Die Stadt Wongrowitz ist erfolgreich tätig im Bereich der Ansiedlung innovativer, leistungsstarker Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Angestrebt wird im Bereich des Durowskie-Sees in unmittelbarer Zentrumsnähe die Schaffung eines Wellness- und Spa-Bereiches auch zur Ergänzung des Hotelangebotes des „Pietrak-Hotels“.

Seit Gründung der Partnerschaft im Jahre 2001 ist es eine sehr lebendige und herzliche Partnerschaft zwischen Adendorf und Wongrowitz.


Jurga Flaggenübergabe EU-Erweiterung im Mai 2004 Jurga-Flaggen-
übergabe: Feierstunde im Rathaus in
Wongrowitz mit ausländischen Delegatoren.
Spiel ohne Grenzen EU-Erweiterung im Mai 2004 "Spiel ohne Grenzen"
der ungarischen, russischen, deutschen
und polnischen Delegation.
EU-Erweiterung
EU-Erweiterung
EU-Erweiterung im Mai 2004 Treffen der Gruppen aus Wongrowitz und Adendorf um 24:00 Uhr zum 01. Mai 04 auf der Oderbrücke.



Mitglieder der Adendorfer und Erbstorfer Wehren beim Löschangriff im Rahmen der Vergleichswettkämpfe anlässlich des internationalen Partnerschaftstreffens im polnischen Wongrowitz am 30.04.2006. Übung mit dem gespendeten Feuerwehrtanklöschfahrzeug der Adendorfer Feuerwehr.

Bild einer Feuerwehrübung



Canton Saint Romain de Colbosc


Der Canton von Saint Romain in der Normandie umfasst 18 Gemeinden und ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert. Dazu gehört aber auch ein großes Industriegebiet am Ufer der Seine. Die Landschaft ist offen, mit viel Grün und wenig Wald.
Reizvolle Küstenlandschaften sind schnell zu erreichen, die Blumenküste mit den Seebädern von Deauville, Trouville und Cabourg, die Westküste mit den malerischen Steilfelsen und ihren Steinstränden, z.B. in Etretat, aber auch folgend die herrlichen Sandstrände.
Die Architektur im ländlichen Raum ist im wesentlichen geprägt durch zwei unterschiedliche Bauweisen, zum einen ist es das typisch normannische Fachwerk mit den senkrecht parallel stehenden Balken, andererseits gibt es die Ziegelbauweise, kombiniert mit Sand- und Feuersteinen. Über das ganze Land verteilen sich zahlreiche Herrenhäuser.

Normannisches Haus


Wie die Freundschaft begann

Die Partnerschaftsurkunden wurden am 01.Mai 1987 in Adendorf und zu Pfingsten 1987 in St. Romain de Colbosc unterzeichnet. Unterzeichnet wurde die Partnerschaftsurkunde von Adendorfer Seite von Bürgermeister Walter Maack, Gemeindedirektor Hans Ellfrodt und dem Vorsitzenden des Partnerschaftsausschusses Hasso Ladwig. Für den französischen Canton unterzeichneten die Urkunde Bürgermeister Albert Gibet, Denis Merville als Chef der 18 Cantons-Bürgermeister und Jean-Pierre Berthelot für das französische Partnerschaftskomitee. Die Partnerschaftsurkunde stellt die „menschlichen, kulturellen und sozialen Kontakte“ in den Vordergrund der Partnerschaft. Jährliche Treffen tragen in starkem Maße dazu bei, die Freundschaft zwischen den Beteiligten zu festigen und zu verbessern. Es haben sich viele Familienfreundschaften entwickelt. Neue Familien und Einzelpersonen sind herzlich willkommen.

2007 – 20 Jahre Partnerschaft

Das Jahr war geprägt durch die Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum der Partnerschaft. Der erste Teil fand in Adendorf statt. Während des Festakts im Golfhotel durften sich für langjährige Verdienste um die Partnerschaft der Conseiller Général M.Denis Merville, Jean-Pierre Berthelot und die Ausschussvorsitzenden (seit 1992) Danielle Fichet und Rolf-Werner Wagner ins Ehrenbuch Adendorfs eintragen.
Höhepunkt des zweiten Teils des Jubiläums war die feierliche Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde im Schloss Gromesnil in St.Romain durch Denis Merville, Adendorfs Bürgermeister Joachim Pritzlaff sowie den beiden VorsitzendenDanielle Fichet und Rolf-Werner Wagner. Auch konnten die Adendorfer das lang ersehnte Entfernungsschild „St.Romain de Colbosc 986km“ mit nach Hause nehmen. Es weist nun auf dem Rathausplatz den richtigen Weg in die Normandie.

2009 – Fahrt ins Wendland und Boule-Wettkampf

Die alljährliche Begegnung im 22.Jahr der Partnerschaft fand in Adendorf statt. Über 40 Normannen waren zu Pfingsten angereist. Diesmal hatten sie ein Saxophon-Oktett „im Gepäck“! Die jungen Musiker der „Sostenuto-Band“ begleiteten den deutsch-französischen Gottesdienst in der Christ-König-Kirche musikalisch und gaben anschließend ein Konzert gemeinsam mit dem Adendorfer Jugendchor.

Höhepunkt der Begegnung war am Pfingstsonntag der Tagesausflug mit zwei Bussen ins Wendland. Die Deutschen Gastgeber und die französischen Gäste besichtigten das Rundlingsdorf Lübeln. Viele Gemeinsamkeiten mit dem früheren Leben im ländlichen normannischen Raum wurden erkannt. – Über die Dömitzer Brücke auf der anderen Seite der Elbe kehrten alle im Vielanker Brauereigasthaus Mit Brauereiführung ein. Mit der Elbfähre bei Neu-Darchau ging es zurück nach Adendorf. Wie gewohnt wurde abends gemeinsam im Schützenhaus gefeiert.
Am Pfingstmontag forderten die Adendorfer ihre Gäste zum Boule-Wettkampf auf der neuen Anlage hinter der Sparkasse heraus. Obwohl viele Franzosen ihre eigenen Kugeln mitbrach-ten, unterlagen sie den Adendorfern mit 7:10. Natürlich verlangten sie eine Revanche im nächsten Jahr. Man einigte sich auf den Besuch der Adendorfer zu Pfingsten 2010 in der Normandie.

Alle Urkunden hängen im Rathaus aus. Weitere Texte finden sich im Adendorfer Heimatbuch. Interessenten an der Partnerschaft mit St.Romain wenden sich bitte an:
Rolf-Werner Wagner (Tel. 189592) Helene-Lange-Str.7.